Das Magalithen-, Kupfer- und Bronzezeitalter PDF- 14.01.2007

-10.000 Die Höhlen Schnurenloch und Ranggiloch  (Obwalden)sind um -10.000 noch belegt. Eine Klima Veränderung mit einem ausserordentlichen zweifelsfrei vom Menschen nicht verursachten Temperatursprung von +3 Grad innert 50 Jahren, mit einem Klima wie heute, stellt die m.E. heute wissenschaftlich lauterste Paläoökologin Brigitta Ammann fest. 
Willhelm Amrein fasste 1939 den Stand der Innerschweizer Urgeschichte bis zu den Germanen zusammen. Er stützte sich auch auf Emmanuel Scherer einen Benediktiner-Pater der am 16.01.1876 in Flühli/LU geboren und am 27.9.1929 in Sarnen/OW starb. Die neueren Veröffentlichungen mit wunderschönen Bildern, welche anderswo auch zu finden sind, zeigt den offiziellen Stand der Forschung 1992 an.  Es deutet die archäologischen Lücken der germanischen Einwanderung ab 500, welche bei Scherer erwähnt und die bei Amrein ausführlich dokumentiert werden, nicht einmal an*. Zahlreiche Funde sind aber bei Amrein erwähnt und sorgfältig aufgelistet. Eine Karte im Massstab 1:100.000 zeigt die Fundorte. Eine Zeichenerklärung ermöglicht einen raschen Überblick. Die Fundorte am Rigi, die neolithische Höhensiedlung im Langackerwald bei Horw, zahlreiche Siedlungsspuren in der Umgebung der Stadt Luzern. Amrein verdient Beachtung und Anerkennung. Wenn hier die Innerschweizer und Obwaldner Spuren stark beachtet werden, so, weil sich ebenda ein überschaubarer Raum befindet, der zudem in der Schweizergeschichte eine zentralere Rolle einnimmt, als heute erkannt wird. Zudem kennt der Unterzeichnete diesen Landstrich sehr gut. Amrein schrieb ein der  wichtigstes Werk um der Nacheiszeit nachzugehen (Urgeschichte des Vierwaldstädtersees und der Innerschweiz, 1939).  
-10.000 Im Neolithikum ermöglichte Energiegewinn auch zum Entfachen des Feuers. Es wurden aus Ton Gefässe gebrannt, welche die Spuren und Funde von der Entdeckung und Bearbeitung des Kupfers setzen aus den mittleren Osten herrührend in unsere Gebiete sich ausbreitend um etwa
-9.600 Göbekli Tepe (Türkei) im ältesten Tempel als Monumental Architektur der Welt (Stand 22.1.2006) wird vom Prähistoriker Klaus Schmidt eine Tempelanlage ausgegraben. Zehn Stilisierte  neolithische heilige Zeichen, zeigen Motive wie Minihasen, Tauendsfüssler Schlagen auf einem Stein Zickzacklinien Halbkreise I, O, H  Zeichen. Als Vorläufer Wohl ein neuer Fall für von Däniken, 11'600 Jahre alt. -7.500 schütteten die Benützer den Tempel selber zu. Ein Kult Platz verschwand für 11'600 Jahre.  Berichte: DOK PDF Google
-9.400 Mali Keramik: Eric Huysecoms Grabungsort La Mouche sei  archäologisch ideal: In einem Becken hätten  sich über Zehntausende von Jahren Sedimente abgelagert, in die sich das Flüsschen Yamé seinen Weg nach unten gefressen hat. An den Wänden präsentierten sich die geologischen Schichten wie auf dem Präsentierteller und seien wunderbar eindeutig zu datieren.  SoZ, 14.1.2007 S. 67.f  LINK
-8.000 so folgert sie auf den Zeitraum aus den Pollenfunden in den Torfschichten des Regenmoos mit einer 16-Meter Bohrung (1260 m.ü.M Boltigen/ BE/ Simmental). Das Rentier verschwindet und macht dem Hirsch Platz*. Um 
-8000 herrschte in der Sahara ein optimiertes Klima, die tropischen Winde liessen es im ganzen Sahara-Gebiete regnen. Es gab reichlich, Wasser allenorts, eine reiche Vegetation, Wild. Entsprechende Jagdszenen finden sich auf Steinen, genau so wie alten Ton-Gefässe, welche die Sanddünen dem Reisenden freigeben können. Ab
-7.500 (neu) Entdeckung in der Bucht von Cambay (Indien) zwingt wohl  Archäologen zur Neu Schreibung der menschlichen Geschichte.   Bezugnehmend auf Unterwasser Forscher in Indien wurden archäologische (auch menschliche) Überreste dieser verlorenen Stadt 36 Meter (120 Fuss) unter Wasser im Golf von Cambay, an der West Küste von Indien entdeckt. Die Carbon Datierung besage, dass diese 9.500 Jahre alt sind. 
Quellen: u.a. 
Google  Site  Answers.com  
(Offenbar gemäss  BBC's Tom Housden)
-6.500 finden sich in der Birsmatten-Basisgrotte (Nenzlingen/BE) in diversen Schichten Knochen und Geweihe, Zahnbein. Die Bedeutung der primobulgarischen Epoche -6000 bis -2000 für unsere Gegenden, liegt in der Berührung der einen unterschiedlichen Entwicklungsstand aufweisenden Kulturen. Diese Hochkulturen bereisten die ganze bekannte Welt und suchten neuen Lebensräumen, welche die zurücktretenden Gletscher boten. 
-6000 war England über die heutige Nordsee als Festland verbunden. Die Themse war ein Nebenfluss des Rheins. 45 Kilometer von der heutigen Küste fand man Torfballen und eine Jagdwaffe aus Hirschgeweih. Torfbildung ist ein Zeichen für hohen Grundwasserstau. Ab -6000 steigt der Wasserspiegel stetig an, um 
-6000
bis
-2500
sind das Drachenloch am Giswilerstock (Obwalden), wo Höhlenbärenknochen ausgegraben wurden. Die Höhlen Gipsgraben, Stäfeliloch bei Fontannen, Arniloch ob Sachseln, das Rochholz in der Galtenfluh, das Vickenloch hinter der Tannalp Graustockes werden erwähnt. Dem jüngeren Neolithikum zu-geordnet werden in Sarnen Steinbeilfunde nicht weit ob der Pfarrkirche Kirchhofen. Neu sind Silexfunde auf dem Landenberg. In der Schwändi ob Sarnen wurde ein bearbeiteter Quarzknollen beschrieben. 
-7.500
bis
-5.500
in Mittelasien vor rund -6000 und ab -5.500 im Gebiet Karanowo (Bulgarien) ein*. Der dort gefundene Malachit setzt sich zusammen aus Kupfer, Kohlenwasserstoff und Sauerstoff. Die Bearbeitung von Malachit im Feuer, die Erhitzung in tönernen Gefässen, machte es möglich die Steinaxt durch die Bronzeaxt vorerst zu ergänzen. Das Wunderwerk symbolisierte vorerst bloss mythisches Ansehen und Anteil an einer neuen Macht. Es veränderte die damalige Welt. Mit und neben dem Kupfer wurden auch Silber und Gold gefunden. Dessen Wert war unterschiedlich. Gold wurde erst später und zu vorwiegend zu kultischen Zwecken verarbeitet. Der Goldwert und die Bindung der Währungen daran, sind mythische Überreste der Altzeit. Würde das Gold auf den Markt geworfen, es wiese keinen Wert mehr auf. Sein Wert wird künstlich durch die Stockung und das Monopol der Gewinnung- Verwertung erreicht. Die Funde im Gebiete Bulgariens sind für die Entwicklungsgeschichte in Westeuropa noch weitgehend unbekannt und noch wenig genau erforscht. Wegen des früheren Ende der Eiszeit, setzte die Entwicklung dort rund 1000 Jahre früher ein. Die Funde setzen sich zusammen aus Tongefässen wie das anthropomorphe Gefäss gefunden in Gradeschniza (-6000), einem neolithisches Tongefäss in Nowa Sagora
-5500 Pfeilboden und Feuer ermöglichen die  Verarbeitung des Kupfers. 
-5500 In Liestal Hurlistrasse   Baselland/Schweiz fanden sich gamäss Kantonsarchäologe Jürg Tauber, Klingen und Lamellen aus Silex, eine regelmässige Silexklinge mit Kantenretusche. Länge: 62 mm, ein 8.8 cm langer Meissel aus Felsenstein und eine Keramiksscherbe (vom Typ La Hoguette. Länge: ca. 7 cm.), mit Einstichen aus dem Bereich des spanisch-französischen Mittelmeers. Dies ist der zweite "La Hoguette" Fund , neben dem Neuerburger Fund. Quelle Berner Zeitung BZ, Zeitung im Espace Mittelland Di 11.10.2001 S.44 PDF ) Original- LINK-1   LINK-2 (Literatur: Christian Jeunesse, La céramique de La Hoguette: Un Néolithique ancien non danubien en Alsace? In: Les premiers agriculteurs. Le Néolithique en Alsace [Strasbourg 1993] 22–24.)
-5500 24 Meter gegenüber dem heutigen Wasserspiegel. Das Wasser steigt rasch an*. Der Grund liegt in der globalen Erwärmung und der Eisschmelze durch menschen(un)beeinflusste klimatische Veränderungen. 
-5500 wanderte der Bergwanderer Ötzi zwischen dem heutigen Österreich und Italien über die Gletscher.
-5200 finden in Bulgarien Tongefässe mit kunstvollen ornamentischen Verzierungen. So auf Gegenständen am Boden eines Tongefässen aus Gradeschniza und auf einem Tonsiegel aus Karanowo (Bulgarien). Das gebiet der Karpaten und des heutigen Bulgariens für die Besiedlung unserer erst schneefrei gewordenen und werdenden Gegenden dürfte in der Einschätzung sehr wichtig werden.
5500-
bis
4000
Obed Zeit: In Tell Zeidan am Euphrat  12.5 Hektaren Land und eine Stadt, 1926 von William Albright entdeckt, 2010: Achäologe Gil Stein,  auch Richard Zettler, Probegrabungen  nach Stein , Hinweise auf urbane Gesellschaft, steinernes Siegel, Bild eines Hirsches, Brennöfen Töpferwaren, Glasklingen , Kupferwerkzeuge, handelabhängige Handwerkertstadt ((Gil Stein)    (Claudia Nientit, in SoZ . 71)
-5000
bis
-2300
Funde in der Schweiz bestehen aus Erntemesser aus Holz, Hirschweihhacke, Grabspaten, Fällaxt, Getreidemühle aus Eschenholz, Tongefässe, Holzschnitzgefässe, Schöpfkellen, Löffel aus Pappel, Ahorn, Esche, Hirschweihbecher, Knochengeräte, Geräte aus Silex und Berg-kristallen, Silexklinge mit Holzgriff, Schmuck aus Hirschgeweih, Bärenzahn, Kiesel. Kleine Tiere vom Burgäschisee-West. 40 Kupferperlen, Vorboten aus der Metallzeit, Pfeilspitzen aus Silex*.
-5000 finden sich erste Schriftzeichen, welche nicht identifiziert sind. Steinböcke aus Goldbeschlägen aus der Nekropole Warna
-5000 Im Guber ob Alpnach/Obwalden wurde Mitte Januar 1993 bei einer Sprengung eine versteinerte Menschenleiche bei einer Sprengung gefunden. Die Archäologie ist ein weiteres Mal mit einer Frage über die menschliche Besiedlung konfrontiert. Im Gegensatz zu "Ötzi" blieb es um "Obsi" sehr ruhig*? Ein uraltes Kanu auf
-5000 Auf dem Schnidejoch Die Funde stammen aus dem Eisfeld rechts vom Übergang Wildhorngebiet über Lenk im Berner Oberland (Schnidejoch-Rawilpass-Iffigenalp 6 Std. [nur Sommer], In den letzten Jahrzehnten haben sich die Gletscher im Berner Oberland zum Teil deutlich zurückgezogen. Vor allem seit dem heissen Sommer des Jahres 2003 sind kleinere Eismassen in den Alpen stark geschmolzen, darunter auch ein namenloses Eisfeld zwischen dem grossen Hauptgletscher des Wildhorns und dem Schnidejoch (2756 Meter über Meer
finden sich (neben römischen Schuhnägeln) ein 160 cm langer Eibenbogen und Pfeile, ein Köcherteil Freipräparierter Köcher aus Birkenrinde, und 300 weitere Objekte, wie Kleidungstücke (aus Leder und Bast, bronzene Gewandnadeln Ausrüstungsgegenstände, zwei Silexpfeilspitzen (ausgehende Jungsteinzeit) Archäologischer Dienst Kanton Bern (Kathrin Glauser, Peter Suter). Gemäss C-14 Probe stammt der Bogen aus ca. -5000. Das Schnidejoch war ein früher viel genutzter Pass zum aus Norditalien ins Schweizer Mittelland zu gelangen (als Alternative zum Lötschenpass). Klimatisch mild um -5000, geriet der Übergang in der kleinen Eiszeit um 1550-1850 wohl in Ve
rgessenheit. Weitere Suche sind im Sommer 2006 geplant, da die Eisschmelze anhält.  Quelle: DerBund 19.1.2006 Seite 19 - Die Jagdausrüstung ist nun komplett; BZ 19.1.2006, S. 28 - Steinzeitbogen ist nun in Wiesbaden aufgetaucht); NZZ 18. Januar 2006,   13:27, NZZ OnlineMore . pdf;   Suche via Google: "Schnidejoch"
-5.000 datiert, wurde auf Island vermeldet. Das Boot wird beschrieben als 6 Meter lang, 60 cm breit, aus einem ausgehöhlten Pappelstamm. Gefunden wurde es im Mündungsschlamm des Flusses Shannon im Westen von Island*.
-4500 belegen die Funktion des Goldes als Kultmaterie (Kunst), weil Gold als Werkzeug zwar unbrauchbar, aber die Behandlung beherrschbar war. Wie eine EDV-Anlage dem modernen Menschen brachte der Besitz von Geldgegeständen Ansehen und beeindruckte die anderen.
-4768 bis 800 Der Protobulgarische Kalender wurde nach Tschilingorov bis zum Eintreffen der islamischen Kultur benutzt. Diese als "vollkommenste Leistung der Astronomie und Mathematik des Altertums" dargestellte Kalender, basierte auf dem zwölfjährigen Jupiterzyklus, die Schalttage wurden in einem hundertzwanzigjährigen Zyklus mit höchster Präzision berechnet. Dieser Kalender ist präziser als der Chinesische, Chaldäische oder gar der Julianische. Die Protobulgaren, Nachkommen des Attila, aus den austrocknenden Steppenlandschaften Zentralasiens im 6. Jh. zugewandert benutzten ihn bis ins 8. Jh., der Unterwerfung durch den Islam. Seine Herkunft wird mit Mittelasien angegeben, was im Lichte der Geschichte leicht verständlich wird, wanderten die Awaren, als Protobulgaren, im 6. Jh. an die Donau. Der protbulgarische Kalender wurde auch in tibetanischen und mongolischen Klöstern gefunden. Im 5. Jh. hatte das Hirtenvolk der Awaren, welche die Chinesen Hsiung-nu (=Völker Europa's) nannten, seine Herrschaft bis in die Mongolei, Mandschurei bis an die Chinesische Mauer ausgedehnt. Aufgrund eines Aufstandes (555) der Uigurer (die Franken nannten sie Oger, gelangten die Awaren 558 bis ins Land der Franken. Justinian liess ihre Siedlung im Norden der Donau im Januar 558 aus taktischen Gründen zu, im heutigen Bulgarien. Ihr chinesisches Aussehen wird mit langen Zöpfen beschrieben. Als Föderaten Justinians verteidigen sie ihr Land 558 bereits gegen die transkaukasischen Hunnen. Eine spätere slawische Übersetzung der protobulgarischen Chronik mit den Herrschernamen bis am 28.4.777 belegt den Gebrauch dieses Kalenders*. Mit der Einführung anderer Kulturteile, wie des Christentums und des Islams ging dieser Kalender und sein "magischer, abergläubischer" Inhalt verloren, wie das oft geschieht, wenn eine neue Kultur die Akzente der Wichtigkeiten verschiebt und die Gralshüter einer Kultur, oftmals gewaltsam abgelöst werden, der kulturelle Abbruch einer Kulturepoche ist die Folge. 
-4300
bis ca.
-800
Prähistorische Pfahlbauten beim Opernhaus in Zürich sollen zu best erhaltenen Seeufersiedlungen gehören, schreibt Genèvieve Lüscher (in NZZ am SO am 21.3.2010, in Wissen, S. 71). 500 Seeufersiedlungen in der Schweiz. Offenbar besteht eine besonders gute Erhaltung, welche über die Egolzswiler, die Cortaillod, Pfyner, Horgener, Schnurkeramische Kultur, die Bronzezeit, bis hin zu den Kelten (750 v. Chr.) im besten Fall lückenlos erforscht werden können sollen. Erst kürzlich entdeckt und als Unterwasser Archäologie betrieben werden  Pfahlbauten Funde am Fuss des Bürgenstock, in Kehrsiten. Such-LINK
-7000
bis
-2.000
Die bei uns (Bild 1: Wasserstand -1000/Ärmelkanal) lebenden Bewohner sahen sich mit einer neuen Zivilisation konfrontiert, die rund 5000 Jahre Vorsprung hatte. Im Gebiet des heutigen Grossbritaniens fanden die Kupferhersteller aus Bulgarien leicht zugänglich den wesentlichen Rohstoff: Zinn. Es konnte im Tagesabbau in den Flüssen den zurückweichenden Gletschern nach gewonnen werden.

Die Entwicklung des Wasserstandes ist Gegenstand vieler Theorien, von denen eine neuere von einem plötzlichen Wassereinbruch im Ärmelkanal ausgeht nicht von einer kontinuerlichen Senkung des Wasserspiegels.

Bereits -2500 stellen sich Fragen für unsere Gebiete. Angesichts des Fürstengrabes von Thun stellt sich die Frage: War der Fürst von Thun (k)ein Einheimischer? Woher kam er? Wo gibt es ähnliche Gräber? Nach dem Ende der Eiszeit wanderten von allen Seiten der Windrose her, nicht-einheitliche, unterschiedlichste neue kulturelle Gruppen auch in unsere Gebiete ein. Bei sensationellen Funden, wie beim Ötztaler Menschen vor -5000 stellt sich deshalb immer auch die Frage, ob wir es mit einem "Einheimischen" oder mit einem auf Wanderschaft sich befindlichen Fremden zu tun haben. So kann der Ötztaler-Mensch entweder z.B. der einheimischen "Mondsee-Gruppe" angehört haben, welche von -5700 bis -4900 eine eigene Kupferproduktion kannten, oder er konnte der "Glockenbecher-Kultur" angehört haben, welche mit der Gruppe von "Schnurkeramikern" in diesem Gebiet als Nichtsesshafte und Metallsucher gelten, welche sich z.B. auf Kundschaft/ Wanderung befanden. Dieselbe Frage nach der Herkunft stellt sich auch beim "Fürsten von Thun". Der klimatisch günstigere Südosten brachten im Westen des Schwarzen Meeres, im heutigen Bulgarien und im Kaukasus, als Durchgangsgebirge, eine beachtliche frühe hochentwickelte Kultur, mit Metallverarbeitung, sakralem Schrifttum und Klassendifferenzierung hervor. Im Gebiet des heutigen Jugoslawien wurden eigentliche Kupfer-Bergwerke gefunden(-4500). Der Fels mit der Kälte gesprengt. Wasser würde mit Feuer heiss gemacht, beim Erkalten sprengte es den Felden. Oder, heisses Wasser wurde auf den kalten Felsen gegossen, mit derselben Wirkung. Am schwarzen Meer, in Warna, wurde Gold gefunden, welches ein neues Statussymbol darstellte. Gold wurde zu kultischer Darstellung der Sonne ebenso verwendet wie Kupfer/Bronze. Der Handel mit Kupfer und Gold ist bis hinauf nach Norwegen an Grabfunden zu belegen. Der Ost-West-Verkehr war in diesem Gebiet ab -5500 eine feststehende Tatsache. Es herrschte kupfermässig, technisch, -5500 bis -2500 und später ein Now-How-Gefälle zwischen dem Gebiet des Schwarzen Meeres dem Süden wie Malta und unseren klimatisch unwirtlichen, kalten Berggegenden. Die Entwicklung des Kupfer/Bronze-Kultur-Gefälles, als mythisch-konkrete Waffe brachte ein Gefälle vom Schwarzen bis zu unseren Alpen. Der Meer/Alpen-Raum ist mit der -5000 Jahre früher beginnenden Entwicklung, zufolge der in unserer Gegend 5000 Jahre später einsetzenden und/oder abge-schlossenen Eiszeit zu erklären. Die Eiszeit fällt zeitlich um -20.000 mit der wasserreichen Hochblüte von Afrikas Sahara zusammen. Der Reichtum -5000 aus den bekannten oberirdischen Malachit-Vorkommen drohte an den bekannten Stellen schon -5000 bis -2500 bis zum Entdecken der Eisenzeit zu versiegen. Die Erfinder des Bronzebeiles schwärmten aus, offene Vorkommen zu suchen, überall, wo die Gletscher den Boden freigaben, wie in Thun, wo ein Fürst aus dem Kaukasus begraben und entdeckt wurde.

Die Sucher fanden Vorkommen in Rumänien und in den Gebirgen des Kaukasus. Die Verbreitung richtete sich schwergewichtig nach dem Wissen der Verarbeitung einerseits, welches kulturbegründend wirkte und nach der Ortsgebundenheit der Grundstoffe. Die Gletscher Mitteleuropas schmolzen dahin. In den Alpen unserer Gegend zogen sich die Gletscher langsam zurück. Sie brachten anfangs -4000 (1.500 Jahre nach den ersten Funden Bulgariens) die Kupfertechnik und die Fertigprodukte in das Gebiet der Schweiz. Die vom Eis freiwerdenden Gebiete, der Schweiz, wurden auf der immer aktuellen Suche nach neuen Lebensräumen, auch wegen der Suche nach Malachit, von diesen östlichen Gruppen ausgekundschaftet. Die Pfahlbauten am Neuenburger- am Bodensee aber auch in höher gelegenen Lebensräumen, wie etwa in Lungern/OW, geben Auskünfte über die Siedlungsräume. 6-7 Steinbeile aus Ob- und Nidwalden werden um
-3300
bis
-3000
gelegt. Eine Pfeilspitze aus Silex vom Landenberg ob Sarnen, kann mangels siedlungsgeschichtlichem Umfeld nicht datiert und genauer zugeordnet werden. Gleiche Typen finden sich im Wauwilermoss/LU*.

Eine lebensgrosse Göttin aus der Zeit um

-4000 wird das Wasser rarer. Um
-4600 In Jiahu China werden in Gräbern auf Schildkrötenpanzern eingeritzte Motive gefunden. (Quelle NZZ-SO 25.5.2003-81; d.h.a. "Science", Bd. 300S.723)
-1700-1000 Älteste Schriftzeichen China's datieren vom Ende der Shang Dynastie
-3600 bis -3000 datiert, auch eine Hammeraxt aus Wilen/Sarnen am Schwandbach. Ethnische Verschiebung und der Beginn des trakischen Epos fallen in diese Zeit.
-3500 werden auf der Insel MALTA, (welches früher! mit Sizilien fest verbunden war), die ältesten megalithischen Tempel gebaut. Diese Hochkultur manifestiert sich mit riesigen Tempelsteinbauten. Sie hält sich bis -2300, als friedliche, südliche dem fraulichen Fruchtbarkeitskult verpflichteter Antipode zur maskulinen kämpferischen Kupfer, dann Arsen- und dann der Bronzekultur aus dem nördlichen Kaukasus. Im Kaukasusgebirge fand um
-3500 eine neue Erfindung statt. Die erste Veredelung des Kupfers mit Arsen brachte ein härteres Kupferprodukt. Dieses Arsen-Kupfer liess sich als Waffe einsetzen, es war härter als die Steinaxt. Die erste Massenproduktion brachte den Pferdebesitzern des Nordens eine Vorherrschaft und Ausdehnung über ganz Osteuropa. Das Reich der Butschdolen reichte bis ins Gebiet des heutigen Prag, wo zwei Handelswege bei den Flüssläufen der Donau, des Rheines, der Oder/Neisse sich nahekamen.
-2970 90 Pfähle in Biel-Vinelz weisen auf  eine auf Pfählen erstellten Wohn  Anlage beginnend vor 5000 Jahren. Längst ist die Besiedlung im heutigen Bielersee, damals wohl auf trockenem Boden bekannt. Datierungen wohl basierend auf den Dendrochronologie, den bekannten Jahrringen in den Hölzern, der  als gut erhaltenen bezeichneten Stämme im Lehmboden, 1998 schon wurden Tauchgänge gemacht, und offenbar erst 2008 eine um 200 Jahre  ältere die Datierung möglich (Quelle: Der Bund S. 29, BZ, S. 34 beide vom 16.5.2008)
-2800 Grabfunde in Einigen am Holleeweg BE am Thunersee, (1970) fand man das Skelett eines Mannes mit 2 Kindern Norwestausrichtung,  2008 nun am gleichen bekannten das Skelett einer Ort Frau und zweier Kinder in einer um 90° anderen Ausrichtung mit   Grabbeilagen, so einer 20-30 cm  lange Nadel aus Bronze, Haarschmuck, Kupfer habe es in den  Bergen, in der Region Adelboden, Kandersteg gegeben. Zinn sehen die Archäologen herkunftsmässig aus dem Orient? Zinn wurde aber schon -3500 in England gefunden, man gelangte über die Flüsse zum heutigen Ärmelkanal,  um  -2800 noch trockenen (?) Fusses, oder auf kurzer Distanz auf Booten über den heutigen Ärmelkanal hin und zurück. Zinn fand man in den Flüssen Englands und gelangte von dort in den Kaukasus. (vgl. unten -2500), Keramikscherben deuteten auf eine nahe Siedlung hin (Quelle: Der Bund 15.5.2008, S. 28, Bronzeschmuck der Frauen, Anita Bachmann). Da erwarten uns also noch neuere Funde und wohl Pfahlbauten.
-3000 ist im Museum Stara Sagora ausgestellt*. Die bis dahin kontinuierliche Entwicklung dieser Kultur wird um
-2500 unterbrochen. In Süd-England wurde entlang den sich zurückziehenden Gletschern in den Flüssen liegend oberirdisch massenhaft Zinn gefunden. Die Legierung von Zinn mit Kupfer zu Bronze, brachte eine Entwicklung, welche neue Vorherrschaften er-möglichte: die Bronzeschwerter waren den Stein- und Knochenäxten nun wegen der Harte des Metalls vollständig überlegen. Die Fähigkeit "industriell" d.h. serienweise Produktions-mittel wie Werkzeuge, vor allem harte Bronze-Waffen herzustellen, schaffte ab -2500 neue Realitäten.

Eine Zinn-"Strasse" (Flusstransport!) reichte aus Süd-England kommend via Prag bis in den Kaukasus. Zinn wurde im heutigen Süd-England im Tagbau als grobe Klumpen aus den Flüssen gewonnen, als die Eisgletscher geschmolzen waren.

Der Transport dürfte dabei schon auf dem Meer erfolgt sein, denn der Meeresspiegel lag im Ärmelkanal -2500 rund nur noch rund 3 Meter unter dem heutigen Niveau und im übrigen über die Flüsse. Der reichliche Bernstein diente damals als Brennmaterial. Von Kelten und Germanen wurde Bernstein als Grundmaterial für Schmuck mit Gold aufgewogen. Gefunden wurde er entlang dem zurückweichenden Meer und angespült am Ufer.

Bronze stellte die Wunderwaffe der Zeit dar. Sie verschaffte auch sonst vielfache Voraussetzungen einer neuen streitsamen, kriegerischen Kultur: Ansehen und mythische Macht: Der Träger solcher Kupfer und Bronzewaffen verkörperte die unverständliche Herrschaft über die Elemente: Feuer und Metall. Die kaukasischen und thrakischen Schmiede retteten ihre handwerkliche Macht und ihren Ruf bis in die griechische Frühzeit hinein*.

1991 werden im Rhônetal/F in der Nähe von Montélimar archäologisch systematische Grabungen vorgenommen. Schon vor Abschluss der Grabungen ergeben sich neue Hinweise für eine Bevölkerung mit hoch-stehender Kultur und religiöser Tätigkeit. Das Rhônetal soll bereits

-2500 landschaftlich künstlich hergerichtet worden sein. Die frühere Hügellandschaft soll von Menschenhand abgetragen worden sein. Das heutige Landschaftsbild, soll auf menschliche Einwirkung zurückzuführen sein.
-2500 Die Insel MALTA wird durch ein Naturereignis von Sizilien und vielleicht auch von Afrika abgetrennt (Einsturz der Merresbrücke von Gibraltar?), sowie vom afrikanischen Kontinent entfernt. Auf Malta bestand eine me-galithische Steinkultur, welche in den übriggebliebenen Tempeln manifestiert wird. Der Umstand und die offene Fragen um die rund 1000 Jahre neueren 2., 3., 4. megalithischen Tempel Ggantija (Gozo), Tarxien, Hagar Qim (sprich: Agar Im) und Mnajdra (sprich: Menadra) lassen u.E. sich durch die Möglichkeit Drehung um 11-14° der Inseln erklären, welche nach der Naturkatastrophe eine Neuausrichtung der Tempel nach der Sonne erforderte. Aus der Aussergebrauchsetzung und dem Bau der späteren Tempel lassen sich die Ereignisse ziemlich genau auf -2500 datieren. Dennoch starb diese megalithische Kunst auf Malta aus, verlegte sich und verbreitete sich danach in Cornwall und in Nordfrankreich und um -500 bei den Früh-Germanen in Norwegen*. Der Grund muss in den Folgen und der Erkenntnis gelegen haben, dass sich die Inseln drehten, unter dem Druck Afrikas gegen Europa, mit dem Matterhorn als Spitze des afrikanischen Kontinentes. Die mythische Bewegung verlegte sich. Um -1000 findet man Sie auf dem Festland. Die Insel Malta erscheint irgendwann um -2000 als verlassen. Grund mag die erneute Überflutung (die 9. oder 10.) durch den Verschluss-Öffnung der Gibraltar-Meeresschleuse gewesen sein, welche die vermuteten Kontinentalverbindungen zu Afrika und/oder Sizilien aufhob. Malta wurde um ca. -1000 von Sizilien her neubesiedelt. Archäölogisch bestehen keine verlässlichen Hinweise auf die Gründe dieser Tatsache. Europa lässt sich in der Zeit um -5500 bis -2000 in je eine megalithische, fruchtbarkeitskultische, feminine und eine bronzen-kriegerisch-männliche Kulturzone unterteilen. Beide breiten sich gleichzeitig um -2500 von Malta und vom Kaukasus aus bis gegen England hin aus. Eine Mischung der Kulturen begegnet uns im griechischen Orakelkult und in den keltischen Religionen wieder. Keltische Grabungsfunde zeigen denselben Sonnenbezug, u.E. dasselbe naturreligiöse gesellschaftliche Betriebssystem der Sonnenwenden wieder. Heute noch bewegen solche naturreligioïden Thesen, viele Menschen, wie das diesseits vernichterische, mythisch jenseitsorientierte, esoterische Sonnentemplertum 1994, 1995 und 1997 eindrücklich exemplifizierte. Die Auslöschung der Megalithkulturen liesse sich durch den neuen Mythos erklären, den der Erfolg dem harten Bronze-Beil brachte. Zusammen mit den sich drehenden Inseln muss in Tarxien (Malta) spätestens nach dem vierten Tempelbau der megalithische "Frauen-Zauber" um -2300 zumindest stark angeschlagen gewesen sein*. Die gewalttätigen Kulturen erhielten stark das Sagen.
-2340 wird der Sternenkult der Babylonier in der Dynastie der chaldäischen Akkader, zur Zeit des Sargon und seiner Nachkommen Manischtuschu und Naram-Sin entstand nach Werner Papke "ein astrales mit den Sternen verknüpftes Weltgebäude ... die Kanonisierung des Sternenkultes ... den Niedergang chaldäischer Weisheit, die Verknüpfung der Religion mit den Sternen" nennt, welches "unweigerlich zu wissenschaftlicher Stagnation führte." Die Theologie löschte die Sterne aus. Papke, der Astronome, entzifferte das Gilgamesch-Epos als Übertragung des Sternenhimmels des Jahres -2340 auf die diesseitigen Herrscher. Die biblische Sintflut wird als Teil eines früheren Vorepos entziffert, ebenso wie manche altesta-mentlichen Aufzeichnungen erst mit dem Verständnis der von Papke entdeckten astrologischen Kenntnisse des Herkunftslandes Abrahams verstanden und/oder entmystifiziert werden können. Papke weist auf Hiob 38,31 hin, wo steht: "Kannst Du (Hiob) knüpfen das Gebinde der Plejaden (kima) oder lösen die Fesseln des Orion?" Die Fragestellung entspricht der des Gilgamesch-Epos der Traumdeutung der Mutter Ninsun, welche Enkidus Kraft mit der Stärke des Knotens oder Gebindes des Anu vergleicht. Astrolgische Bilder transpondieren sich, von astrologisch-theologischem Verständnis der einen zum theologischen Epos einer anderen Kulturepoche, als Schnittstelle. Papke weist nach, dass die Chaldäer -2300, entgegen Kugler, die Präzision des Frühlingspunktes kannten, 2200 Jahre vor Hipparch. Aus der Tatsache des Morgensternaufganges der Plejaden folgert Papke, dass die Chaldäer um -2340 die astronomischen Kenn-tnisse im Sinne einer "Erkenntnis" gewannen, welche im Gilgamesch-Epos und in der übrigen Literatur auf Tontafeln Niederschlag fanden. Das Jahr 2340 war im wahrsten Sinne des Satzes "Sternstunde der Menschheit". Das Gilgamesch-Epos beinhaltet Kenntnisse der Tatsache, dass die Erde um die Sonne kreist und genaue Beobachtungen, astronomische Kenntnisse am Beispiel des Sternenhimmels von Babylon*. In der Folge führt die astronomische Schnittstelle zum ägyptischen Kult- und Götterhimmel, zur griechischen und römischen Götterwelt, welche alle ihren Ursprung am gleichen Ort der astronomischen Erkenntnisse haben, welcher sich im astrologischen Gilgamesch-Epos zuerst wissenschaftlich, dann theo-logisch verwertet weltlich-herrschaftlich synchronisierten. Der aus China/Nepal stammende noch ältere sog. protobulgarische Kalender deutet an, dass solche, vor allem astronomische Kenntnisse, nicht nur übertragen, sondern oft auch neu erfunden und entdeckt wurden. Der protobulgarische Kalender ist älter und präziser ist als der chaldäische Kalender. Seit Gilgamesch bis heute lässt der Bann astronomischer und seine theologoïde Formen astrologischer Deutungen, Himmelsbezug-nahmen für's Irdische zu unternehmen, nicht nach. Religion und Aberglaube haben gemeinsam "zwingenden" Jenseits- Diesseitsbezug herbeizuführen. Das Unterfangen jeglicher Jenseitsbemühungen des diessei- tigen Menschen besteht darin, über die Mystik und das Tabu diese Beziehung zum Jenseits zu schaffen. Deshalb vermitteln nur die Kenntnisse über die ethischen Errungenschaften der jeweiligen Epochen ein geschichtliche Verständnis.

Ein Vergleich von Funden in unseren Landesteilen bestätigt die Ver-bindung der Handels- und Reisen, Handel, allgemeiner gesagt die "Bewegungen von Beilen" aus Rumänien bis nach Thun/BE für die Zeit um

-2300. Um
-2000 werden in Cham/ZG Tongefässe hergestellt, diese Zeit nennen wir Glok-kenbecher-Kultur (Jungsteinzeit). 10 Fundstellen sind europaweit bekannt, davon gibt es vier im Gebiet der heutigen Schweiz* Ein Grab im Foribach/Kerns/OW belegt die Bewohnung dieses Gebietes um
-2000 regnete es weniger, der Tschadsee hat sich zunehmend verkleinert. Das Ende der Eiszeit geht in unserer Region mit dem Ende der Regenzeit und der Versandung der Sahara einher. Es handelt sich um klimatologische Entwicklungen. Im Gebiete Spaniens finden sich noch Zeichnungen von Elefanten in der Höhle von El Pindal/Spanien. Dies deutet darauf hin, dass die südliche Tierwelt, heute auf die Affen von Gibraltar reduziert, früher weit reichhaltiger war.
-2000 bis
-1700 Gruppen-Siedlungen Sesshafter finden sich in der Schweiz erst zwischen
-1800 und
-1600 1600 Jahre vor Christus lebte in Nebra (Merseburg) Deutschland dort, wo heute das südliche Sachsen-Anhalt liegt, eine äußert gut informierte Gruppe Menschen. Sie wussten, wie weit das Jahr fortgeschritten war. Nicht bloß die groben Anhaltspunkte der Winter- und Sommer-Sonnenwende dienten ihnen zur Orientierung. Vielmehr waren sie in der Lage, Tages- und Jahreszeit anhand des Sonnenstandes und die Monate nach dem Mondzyklus zu bestimmen. Das Instrument für diese Zeitmessung war die Himmelsscheibe von Nebra (Mittelberg 250 m.ü.M.), sagte Landesarchäologe Harald Meller. Das berühmte Fundstück habe als astronomische Uhr gedient sagt Rahlf Hansen, vom Planetarium Hamburg. Google 
-1600 Es sind die ersten Pfahlbauten im, am und um die damaligen Seen und Moorgebiete, die aber keineswegs als ausschliessliche Siedlungsform an-zutreffen sind, wie die Pfahlbauten von Lungern/OW gerade beweisen. Funde aus Bronze findet man im Gebiet der Schweiz ab -2.Jh, 500 Jahre nach der Erfindung im Kaukasus. Eine Gussform für eine Sichel findet sich
-1500 auf der Insel Werd im Thurgau. Die industrielle oder besser die serienmässige Technik der Herstellung von Bronzewerkzeugen und Waffen ist erst rund 1000 Jahre nach ihrer Erfindung im Kaukasus auch hierzulande zu belegen. Die älteste Bronzespuren in der Innerschweiz sind Beilfunde in Melchsee-Frutt, Engelberg, Alpnachstad, die um die Zeit zwischen
-1600
und
-1500.
Die Klimaverschlechterung wird um -1628 an Frostringen (in Nordamerika) am Holz festgestellt und dendrochronologisch klar zugeordnet. Steinbauten in den Bergen werden für diese Zeit entdeckt im Berner Oberland, im Wallis und Graubünden. Gräber fand man in Wei-ningen/ZH , die Toten wurden eingeäschert, mit Waffen, Schmuck und Keramik unter einem Hügel begraben. "Einmal mehr verbinden diese Charakteristiken die Schweiz mit Mitteleuropa. Solche Beinringe wie in Weiningen finden sich in Rumänien, Nadeln aus gelochtem Schaft und Bernsteinperlen stammen aus oder finden sich auch in Ungarn. Die Pfahlbauten verschwinden zwischen
-1500
und
-1200.
Im Lindthal, Alp Unter Friteren, Acheregg gibt es Dolchfunde, auch in Giswil, weiter um
-1300 Chringenpass/Alp Fontannen ob Giswil. Ein Pfeilspitz aus Silex vom Landenberg ob Sarnen, der dem Typ im luzernischen Wauwilermoss gleicht, kann als Zufallsfund, nicht weiter zugeordnet werden*. Die späte Bronzezeit in der Schweiz liegt bei
-1200
bis
-750.
Die Urnenfelderkultur wird nach dem Binningen-Typ/BL benannt. Eine Fundstelle lag im Büdnerland in Caschlings/GR/CH, zwischen Julier- und Septimerpass, wo Gussformen und Beile an einer Produktionsstätte gefunden wurden. In dieser Zeit fand ein grosser Besiedlungsaufschwung statt, der sich in zahlreichen Funden manifestiert. Das Klima dieser Zeit wird bis
-700
-800
bis
-500

 

als sehr milde eingestuft. Mit dem Eisen wurde auch das Klima wieder frostig. Ende der Bronzezeit der Beginn der Eisenzeit liegt um -800. Goldarbeiten werden seltener, eine neue Kultur entsteht: Das Zeitalter der Kelten, die den Griechen, als Nachbarn, sehr nahe standen.
Lyssach: Grabhügel(-Gruppe [mindestens 5]) mit Durchmesser von 20 Meter und 1.5 Metern Höhe im Kernried. Gründungsgrab aus älterer Steinzeit (gestreckte Rückenlage Richtung Westen. Hölzerne Grabkammer mit Leichenschatten. Funde: Messer oder Dolch aus Eisen und Gefässe am Fussende (-800 bis 500 (Frühe Eisenzeit). Am Fuss des Wirtes zusätzliche spätere Wiederverwendung des Grabes für jüngere Brandbestättungen, späte Urnenbestattung (Amt für Information des Kanton Bern, Der BUND 148.Jg. Nr.279 S. 36; Notausgrabung anlässlich des Bahn-2000 Bau-Projektes).
-6000

-3200

Pfahlbauten (am Vierwaldstättersee) Die jüngsten Pfahlbau-Funde stammen aus einer Region, wo man sie bisher nicht erwartet hatte: 2003 entdeckte ein Hobbytaucher bei Kehrsiten am Vierwaldstättersee etwa 2000 bis 3000 Pfähle auf dem Seegrund. Erste Analysen der ETH Zürich ergaben, dass an der gleichen Stelle mehrere Siedlungen gebaut wurden, wahrscheinlich um 4000, 3400 und 3200 v. Chr. Definitive Ergebnisse liegen noch nicht vor. (Neue Luzerner Zeitung vom 12.12.2003, S. 34)  
LINK / Quelle: http://www.geschichte-schweiz.ch/pfahlbauer-pfahlbauten.html (5.1.2010) Google


Die Archäologie bis 1999 bis 2011, anfangs des 3. Jahrtausends erlaubt genauere Datierungen, systematische Einordungen, das Verstehen auch komplexerer Abfolgen. Es scheint ein Glück zu sein, dass vieles erst heute gefunden und ausgewertet wird, denn immer bedeutet eine Ausgrabung auch die unwiderbringliche Zerstörung eines Fund- also des Ist Zustandes. Seine umfassende  Dokumentierung wird so ersatzweise zum archäologischen Spiegelbild und Zeugnis.  Oft vergisst man, dass der Wasserstand der damaligen Wohnzeit wechselhaft, und meist sehr viel tiefer lag, als heute. Interessieren wird so, von welchem Wasserstand man in welchen Zeiten ausgehen wird. Wichtig war auch, dass Überschwemmungen durch Flüsse, Seestand für die Bewohner überscheu- und über Zeiträume hinweg berechenbar geblieben war. Bis zum nächsten Tsunami, etwa verursacht im Jahre -x000 v.Chr., sei es durch einen Felsturzes, etwa von der gegenüberliegenden Seite. Heutiges Staunen, Unterwasserarchäologie, unsere Ausgangslage, das Angehen der Fundstellen aus aktueller Sicht, verlangen Abstraktions-, und wissenschaftlich belegbares Vorstellungs Vermögen.  Es ist nicht einfach über den eigenen Schatten zu springen den die eigene Ignoranz, das Unwissen wirft.  (;-o)=    06.01.2010   09:13

-80 Antikythera -Gerät
-  Entdeckt hatten Schwammtaucher das Gerät an Ostern 1900 im Meer vor Antikythera. Zunächst fand der unförmige Brocken aus Bronze wenig Beachtung. Das änderte sich erst 1971, als Röntgenaufnahmen belegten, dass sich im Innern des Gerätes ein 39-teiliges Differentialgetriebe befindet. Bislang hatte man angenommen, das Differentialgetriebe sei erst im 13. Jahrhundert erfunden worden. Zum Patent angemeldet wurde das Ausgleichsgetriebe, das zu den kompliziertesten mechanischen Errungenschaften der Menschheit zählt, gar erst 1828.
-  Inzwischen sei klar, dass die «Uhr» oder «Rechenmaschine» in Wirklichkeit ein Mini-Planetarium ist. Das Gerät zeigt den Stand von Sonne und Mond zu den Sternbildern, Sonnen- und Mondfinsternisse und die Bahnen der damals bekannten Planeten Venus, Mars, Jupiter, Saturn und Merkur an. Hinzu kommt nun die Gebrauchsanweisung: «Wir können lesen: Wenn du den Hebel von A bis B drehst, dann hast du das Ergebnis», berichtet Agamemnon Tselikas. Unklar ist freilich noch, zu welchem Ergebnis die Hebelbewegung führen sollte. (Quelle BZ 09.06.2006-5; Internet-LINK; Site: antikythera

Stand: 14.04.2010 08:19:05

 


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